ROSENHÖHE – ein Bilderspaziergang

02.Juni 2013Tommy

Klein

Die Rosenhöhe gehört zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Darmstadt. Die ausgedehnte Parkanlage, ursprünglich ein fast doppelt so großer Landschaftsgarten, bietet Erholung für die gestresste Seele aber auch stadtgeschichtliche Highlights. Der monumentale Eingang durch das Löwentor versetzt den Besucher in eine andere Epoche. Ursprünglich ruhten die sechs Gussbetonlöwen, von Bildhauer Bernhard Hoetger gestaltet, auf klassizistischen Säulen, die der Architekt Albin Müller entwarf. Beide waren Mitglieder der Künstlerkolonie auf der Mathildenhöhe, wo sich das Essemble auch anfangs befand. Bedingt durch den 1. Weltkrieg wurde beides eingelagert und erst 1927 wieder belebt. Die Löwen, im Volksmund „niesende Igel“ genannt, erhielten neue, ziegelexpressionistische Unterbauten – wiederum von Müller. Die alten Säulen zieren seitdem das Portal des Hochschulstadions. Auf ausgedehnten Spazierwegen kann der Besucher heute einen Rundgang entlang der historischen Bauwerke aus großherzoglicher Zeit machen. Vorbei am Teehäuschen (vermutlich von Georg Moller), dem Gärtnerhäuschen (ebenfalls Moller zugeschrieben), hin zu den Mausoleen und Freiluftgräbern der großherzoglichen Familie erreicht man das Rosarium, neben dem der kleine Kräutergarten angelegt ist. Lässt man den Blick vor dem Rosarium aus nach Osten schweifen, kann man in der Ferne den Giebel des Spanischen Turms erkennen. Seine Bedeutung ist bis heute unklar, genauso wann und von wem er erbaut wurde. Spekulationen sagen, dass Moller ihn gebaut hat, damit der Großherzog militärische Aufmärsche auf dem Oberfeld beobachten kann. Verlässt man das Rosarium in westlicher Richtung über den Thiesßweg, so erreicht man das Palais Rosenhöhe von Prinz Wilhelm. Ursprünglich ein unförmiger Prunkbau von Gustav Jacobi, dessen Umrisse um etwa 10 Prozent verkleinert mit Hecken nachgebildet wurden. Neben dem ehemals auf der Terrasse befindlichen Springbrunnen ist das große steinerne Portalwappen, das den Eingang des Palais zierte, erhalten geblieben. Heute thront es auf einem Betonunterbau. Schweift der blick von der Anhöhe in die Ferne, erkennt man die Kuppel der Russischen Kapelle . Wendet man sich weiter bergab, erreicht man nach kurzer Zeit das historische Pförtnerhäuschen des Palais mit Zaun und aufwendig gestaltetem Tor. Einmal durchschritten, steht man mitten auf der belebten Erbacher Straße, mit Blick auf den Ostbahnhof der einst zur Hessischen Ludwigsbahn gehörte und den Namen „Station Rosenhöhe“ trug.
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