Filmtipp! Michael Moore “Kapitalismus”

16.November 2009Ela

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Mit der Bekanntgabe des Titels seines neuen Films offenbart Michael Moore, dass es für ihn Zeit war, eine “Liebesgeschichte” zu drehen: “Es ist ein ausgezeichnetes Date-Movie. Es beinhaltet alles, was dazu gehört – Begierde, Leidenschaft, Romantik und 14.000 Arbeitsplätze, die jeden Tag gestrichen werden. Es ist eine verbotene Liebe, eine Liebe, deren Namen man nicht auszusprechen wagt. Zum Teufel, raus damit: Kapitalismus.” Michael Moore kehrt mit “Kapitalismus: Eine Liebesgeschichte” zurück zu der Frage, die vor 20 Jahren bereits seine Karriere eingeleitet hat: Welche Auswirkungen hat das desaströse Verhalten von Großunternehmen und ihr ungebändigtes Profitstreben auf das Leben der Menschen?

Die aktuelle Situation der kapitalistischen Länder wird mit dem alten Rom verglichen, in welchem eine kleine Elite über den Großteil des Geldes und die Macht verfügte. Mit Kriegen und stumpfer Unterhaltung werde das Volk ruhig gestellt, und die ausgebeuteten Sklaven würden das Imperium eines Tages zu Fall bringen. Anhand von Beispielen werden die Auswirkungen des Kapitalismus und der Finanzkrise auf das normale Volk gezeigt: eine Familie, die ihr Haus verloren hat, ein Pilot, der von seiner Fluggesellschaft ein Jahresgehalt von nur 16.000 US-Dollar bekommt, eine Firma, die durch eine heimlich abgeschlossene Lebensversicherung am Tod eines Mitarbeiters Millionen verdient hat. Die Banken und hochrangige US-Politiker wie George W. Bush oder Ronald Reagan werden zu einer Art Feindbild stilisiert, da sie als treibende Kräfte hinter dem Kapitalismus gesehen werden. Neben Interviews mit Arbeitern und Vertretern der katholischen Kirche werden Moore-typische provokante Aktionen gezeigt, wie beispielsweise seine Fahrt in die Wall Street mit einem leeren Geldtransporter, um von den Banken persönlich die durch die Steuerzahler aufgebrachten Milliarden zur Bankenrettung zurückzufordern.Der Film endet mit einem Happy End, indem gezeigt wird, wie Barack Obama die Macht übernimmt und sich in Chicago mit streikenden Fabrikarbeitern solidarisiert.

Hier geht`s zum Filmtrailer

Kapitalismus läuft in Darmstadt im Programmkino Rex

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Artikel gespeichert unter: Darmstadt, Kino

bisher 1 Kommentar Eigenen Kommentar schreiben

  • 1. Cosmic  |  24.November 2009 at 18:18

    Ick find Mikes Kritik absolut berechtigt, wenn er auch leider ausgerechnet den Sozialismus mit seiner rigiden Meinungsdiktatur als “Alternative” auf den Sockel hebt. Sie ist es nicht, und der Bauchredner der Elitisten, Obama Grinseprinz schon gar nicht, wie der viel schärfere Alex Jones in seiner dramatischen Doku “The Obama Deception” klarmacht.
    Die wahre Alternative zwischen Raubtier-/Casinokapitalismus und orwellschem Sozialismus idt der III. Weg:
    Eine ECHTE Demokratie und Republik, die weder von handzahmen Marionetten der Bankster und Corporations dirigiert, noch von totalitären ebenso menschenverachtenden kommunistischen Cliquen diktiert wird, sondern SELBSTBESTIMMT vom Volk, d.h. endlich eine direkte, basisdemokratische Gesellschaftsordnung, die keine angeblichen “repräsentativen Vertreter” braucht, sondern sich selber praktisch und pragmatisch, nicht ideologisch, regiert.
    Und zwar in Form von Runden Tischen und Räten, von der Kommunal bzw. Bezirksebene bis hin zur Landesebene.
    Und keine 4jährigen Amtszeiten mehr, sondern regelmäßiger Austausch alle 2 Jahre, um Korruption und Festbeissen an Posten zu verhindern. Dazu ständige Kontrolle und Überwachung der effektiven Leistung dieser Vertreterräte durch eine Art “Geschworenengruppe” aus der Bevölkerungsquerschnitt, die sich jedes Jahr komplett neu zusammensetzt,so wie es in Gerichten erfolgreich gehandhabt wird. Es darf da niemand hinein,der nur Partiellinteressen vertritt, sondern wirklich unabhängig ist, also keine Religionen, keine Wirtschaftsverbände, keine Logen, keine Parteienvertreter, keine sonstigen Stiftungen, Institute und Sekten. Denn diese haben alle nur ihre egoistischen Interessen im Auge, nicht das Allgemeinwohl, was oberste Maxime einer gesunden glücklichen Gesellschaft sein sollte.
    DARÜBER sollten wir in der Gesellschaft, in allen Blogs,im Fernsehen diskutieren, NICHT ob die Kappis oder Kommus die Besseren sind. Sind sie beide nicht, haben sie ja zur genüge die letzten 200 Jahre demonstriert, beide sind Versagersysteme, Auslaufmodelle, schädlich bis dorthinaus für den Großteil der Bevölkerung. Die Wahl zwischen diesen beiden ist also nichts anderes, als wenn man Plätze tauscht auf der Titanic, eine Wahl zwischen Pest und Cholera.
    Die Alternative ist der 3.Weg, das Beste aus beiden überholten Systemen plus jede Menge Neuerungen in Richtung absolute Selbstbestimmung, statt unverschämte Tyrranei von oben.

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